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Massnahme Zeppelin GmbH, Garching / München

Das Neubauvorhaben der Zeppelin-Verwaltungszentrale in München wurde nach aktuellen, hohen Umweltstandards geplant und neben dem Maschinenparkareal realisiert. Die Generalplaner Seegy und Bisch Architekten, Nürnberg, zeichneten für das Vorhaben verantwortlich. Als Generalunternehmer war Leonard Weiss GmbH & Co. KG, Göppingen, für die Maßnahme beauftragt.

Projektziele

  • Regenwasserversickerung aus Dach- und Verkehrsflächen
  • Reinigung des ölhaltigen Regenwassers aus Werkstatt- und Betriebsstätte

Projektzeiträume

in 2007

Ausführungsplanung
2 Monate

Ausführung
7 Monate

Projektbeschreibung

Bei der Neubaumaßnahme waren sowohl das Regenwasser aus dem Bürogebäude und dem Parkhaus als auch aus dem angrenzenden Betriebsgelände mit Baufahrzeugen der Fa. Zeppelin zu reinigen und zu versickern. Für die Arbeiten lag nach § 7 WHG in Verbindung mit Art. 17 BayWG die beschränkte wasserrechtliche Erlaubnis vor, das Regenwasser schadlos abzuleiten. Die Arbeiten waren durch einen privaten Sachverständigen in der Wasserwirtschaft baubegleitend abzunehmen.

Das bis dahin bestehende Muldenversickerungssystem wurde aufgegeben und stattdessen ein Rohrrigolensystem mit Vorreinigung errichtet. Die Bestandsfläche umfasste ca. 1 ha und war mit einer Bebauung von ca. 4.600 m² Neubaufläche geplant. Das Parkdeck ist mit einer extensiven Dachbegrünung ausgestattet worden. Außerdem wird das Dachwasser aus dem Flachdach-Verwaltungsgebäude in einer Zisterne im Keller zur Brauchwassernutzung gesammelt – der Überlauf wird der Rigolenversickerung zugeführt.

Folgende Anlagen wurden geplant und realisiert:

  • Rohrrigole 43 m x 2,2 m x 1,2 m mit 2 Spülschächten,
  • Sedimentationsanlage SediPipe® 500/12
  • Rohrrigole 45,2 m x 5,8 m x 0,8 m mit 8 Spülschächten,
  • Sedimentationsanlage SediPipe® 500/6
  • Koaleszensabscheider V = 8,75 m³ nach DIN 1999-100
  • Koaleszensabscheider V = 11,74 m³ nach DIN 1999-100
  • Muldenversickerung
  • Rohrrigole 11 m x 1,6 m x 0,8 m mit 8 Spülschächten
  • Versickerung über Pflasterfuge

Durch die Verwendung eines drainagefähigen Belages im Parkhaus konnten technisch aufwendige Versickerungs- und Reinigungsanlagen vermieden werden. Da das Dach mit einem Gründach eingedeckt wurde sind die Versickerungsanlagen um ca. 50 % kleiner ausgeführt worden, als dies bei konventionellen Dachdeckungen der Fall gewesen wäre.

Da im Baugebiet das Grundwasser hoch ansteht, war das stark belastete Regenwasser über flach aufbauende Sedimentationsanlagen – wie die SediPipe® – zu realisieren.

Mit Beendigung der Baumaßnahme wurde die Gesamtanlage gemäß Art. 69 BayWG bauabgenommen.

Die Koaleszensabscheider waren nach DIN 1999-100 durch einen sachkundigen Unternehmer zu prüfen. Die Koaleszensabscheider müssen eine dichte und chemisch beständige Beschichtung und Fugen bis zum Schachtdeckel aufweisen. Die Dichtigkeitsprüfung ist auch im Rahmen einer Generalinspektion, die alle 5 Jahre zu wiederholen ist, durchzuführen.

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